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Ratgeber

Gehalt im Rettungsdienst: Tarif, Arbeitszeit und Ausbildungsvergütung

Warum Tarifbindung und Bereitschaftszeiten beim Verdienst im Rettungsdienst so viel ausmachen.

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Wer zahlt nach welchem Tarif

Rettungsdienst leisten Kommunen, Feuerwehren, Hilfsorganisationen und private Unternehmen. Kommunale Arbeitgeber zahlen nach dem TVöD, andere Träger nach eigenen Tarifverträgen oder Arbeitsvertragsrichtlinien, manche ohne Tarifbindung. Die gleiche Tätigkeit kann dadurch je nach Wache unterschiedlich bezahlt sein. Frag deshalb zuerst, welches Regelwerk gilt, und dann nach Entgeltgruppe und Stufe.

Arbeitszeit mit Bereitschaftszeiten

Im Rettungsdienst gibt es neben Einsätzen auch Zeiten, in denen du auf der Wache auf die nächste Alarmierung wartest. Der TVöD behandelt sie als Bereitschaftszeiten, die nur teilweise als Arbeitszeit zählen. In der Tarifeinigung für Bund und Kommunen vom 15. Mai 2025 wurde dafür eine Absenkung vereinbart.

  • Die Summe aus Vollarbeit und Bereitschaftszeit darf im Schnitt seit 1. Januar 2026 höchstens 46 Stunden pro Woche betragen, bis Ende 2025 waren es 48.
  • Ab 1. Januar 2027 sinkt die Grenze auf 44 Stunden.
  • Bereitschaftszeiten werden seit 2026 zu 56,25 Prozent als Arbeitszeit bewertet, ab 2027 zu 64,29 Prozent.

Außerdem erlaubt die Einigung ab 2026, per Betriebs- oder Dienstvereinbarung Dienste von bis zu 24 Stunden einzuführen, wenn die tatsächliche Arbeitszeit darin unter neun Stunden bleibt und Maßnahmen zum Gesundheitsschutz vereinbart sind.

Die zulässige Zeit auf der Wache sinkt also schrittweise. Prüfe bei einem Angebot, ob diese Regeln gelten oder ob der Arbeitgeber andere Modelle nutzt.

Vergütung in der Ausbildung

Auch während der Ausbildung zum Notfallsanitäter bekommst du Geld. Nach § 15 des Notfallsanitätergesetzes muss der Ausbildungsträger eine angemessene Ausbildungsvergütung zahlen. Sachbezüge dürfen höchstens bis 75 Prozent angerechnet werden, Überstunden sind nur ausnahmsweise zulässig und gesondert zu vergüten.

Anders beim Rettungssanitäter: Diese Ausbildung wird in keinem Land vergütet, die Kosten für den Lehrgang tragen die Teilnehmenden selbst. Frag einen möglichen Arbeitgeber, ob er die Kosten übernimmt, bevor du dich anmeldest.

Gehälter für typische Stellen

Viele Anzeigen nennen kein Gehalt. Typische Gehälter für häufige Stellen:

40.000–52.000 € brutto/Jahr
Notfallsanitäter in (m/w/d), Kreis Euskirchen, Euskirchen
30.000–42.000 € brutto/Jahr
Medizinische Fachangestellte (MFA), ZFA, Rettungssanitäter, Pflegehelfer etc. (m/w/d) für unser Plas, CSL Plasma GmbH, Hamburg-Altstadt
90.000–125.000 € brutto/Jahr
Facharzt / Fachärztin Innere Medizin als Notarzt / Notärztin (m/w/d), Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, Berlin

Die Beträge sind Näherungswerte dieser Seite, kein Angebot und keine Aussage des Arbeitgebers. Den tatsächlichen Verdienst bestimmen Tarif, Stufe, Schichtzulagen und die Regelung der Bereitschaftszeiten.

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